Am Start: Silke Amann mit Antares und Witali

Am zweiten Juli-Wochenende gibt es auf dem Reitgelände an der Schwedenschanze wieder Reitsport aller Klassen zu bestaunen. Die Turniertage des Reit- und Fahrverein Babenhausen (RuF) locken nicht nur zahlreiche Besucher, sondern auch Reiter aus ganz Hessen und über die Landesgrenzen hinaus.



Silke Amann geht für den gastgebenden Verein mit den beiden Wallachen Antares und Witali an den Start. Für Silke Amann läuft es in diesem Sommer: Auf den Turnieren räumt sie momentan eine Platzierung nach der anderen ab. Auch der Sieg in den Dressurprüfungen der Klassen A und L ging in den vergangenen Wochen des Öfteren an Amann. „Dieses Jahr läuft es extrem gut. Ich finde es schon fast gruselig“, lacht Silke Amann. Auch auf dem Babenhäuser Turnier will sie mit Antares und Witali ein paar Schleifchen ergattern. Die beiden Wallache kennt sie bereits seit Fohlenalter. Witali stammt aus der eigenen Aufzucht von Lebensgefährte Ralf Bender, Antares kam mit eineinhalb Jahren zu Silke Amann. Wie es der Zufall will, haben Witali und Antares nicht nur am selben Tag Geburtstag, sie haben sogar denselben Opa. Charakterlich unterscheiden sich die beiden dennoch: „Antares ist beim Reiten sehr fein. Witali ist da etwas büffeliger“, sagt Amann. Auch brauche Witali für neue Aufgaben immer ein wenig länger. „Aber wenn es sitzt, dann sitzt es auch“, so die 45-Jährige. Ausgeglichen sind sie aber beide. Regelmäßig fährt Amann mit Antares und Witali auf Turniere. In den Wochen, in denen sie nicht für die Prüfungen am Wochenende trainiert, ist Abwechslung angesagt. Dann werden die Pferde longiert oder kommen auch einfach mal nur auf die Koppel. Auch ins Gelände geht Amann gerne: Dann läuft Antares unter dem Sattel und Witali an der Hand nebenher.

Der Reitsport begleitet Silke Amann schon seit ihrer Jugend. Schon ihr Opa war bei der berittenen Polizei. Regelmäßig fuhren die beiden auf den Otzberg, liehen sich zwei Ponys aus und gingen zusammen ausreiten. Amann war schon immer eine Pferdenärrin. Mit 15 Jahren durfte sie auch endlich Reitunterricht nehmen. Zunächst ganz klassisch im Schulbetrieb, dann kam das erste Pflegepferd. Ein paar Jahre später kam Silke Amann zu Ralf Bender, mit dessen Pferden sie ihre ersten Turniere bestritt. Das erste eigene Pferd leistete sie sich erst im Alter von 30 Jahren – Antares. Genau wie Witali wurde auch Antares von Silke Amann selbst eingeritten. Schon damals zeigte er sich sehr brav – von dem Hengst, der er zu dieser Zeit noch war, war beim Reiten kaum etwas zu spüren. „Als er etwa eineinhalb Jahre unter dem Sattel war, sind wir schon mit einem Schlitten hintendran mit ihm durch den Schnee geritten“, erinnert sich Amann. Schnee wird Amann vom 12. bis 15. Juli in Babenhausen nicht finden. Und auch aus dem einstigen Hengst Antares ist mittlerweile ein Wallach geworden. Ihre Erfolgssträhne aus der aktuellen Saison wird aber hoffentlich noch eine Weile anhalten. Denn was gibt es Schöneres, als einen Heimsieg? Oder vielleicht sogar zwei? Immerhin ist Silke Amann mit zwei Pferden in Babenhausen am Start.

Wir wünschen ihr mit Antares und Witali viel Erfolg!

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