Babenhäuser Reitturnier muss ausfallen


Auch der Reit- und Fahrverein (RuF) muss aus der Corona-Krise Konsequenzen ziehen. Nachdem der Verein bereits das Kutschfahrturnier am 1. Mai abgesagt hatte, müssen nun auch die Turniertage im Juli ausfallen.

Zum ersten Mal in 42 Jahren wird es im Sommer in Babenhausen kein Reitturnier geben. Bis Ende April ließ sich der Vorstand mit seiner Entscheidung noch Zeit. Die Hoffnung, dass man in irgendeiner Form doch noch das viertägige Reitturnier an der Schwedenschanze durchführen könne, blieb bis zuletzt. Aufgrund der aktuellen Lage in der Corona-Krise hat sich der Vereinsvorstand nun aber für die Absage der Turniertage entschieden.

Da noch immer niemand sagen kann, wie lang die aktuelle Situation anhalten wird und wie die Lage im Juli aussieht, macht es keinen Sinn, ein Event solcher Größe zu planen. Ein Reitturnier ohne Zuschauer stand für den Vorstand des RuF nicht zur Debatte. Die gewohnte Atmosphäre, die das viertägige Turnier ausmacht, wäre ohne Zuschauer nicht möglich.

Die Absage der Turniertage trifft den RuF hart. Nicht nur wirtschaftlich muss der Verein dadurch Einbußen machen. Die Turniertage stellen auch jedes Jahr aufs Neue den großen Zusammenhalt innerhalb der Vereinsreihen unter Beweis. Ein so großes Turnier ist nur mit der Hilfe der Vereinsmitglieder auf die Beine zu stellen. Und allesamt sind Jahr für Jahr stolz, zu sehen, was sie für die Reiter und Besucher bieten können. Gerade an diesen vier Tagen ist das Vereinsleben förmlich zu spüren. Darauf müssen die Mitglieder, aber auch die zahlreichen Besucher aus Babenhausen und der Umgebung, in diesem Jahr verzichten.

Ob es im Herbst eine kleinere Version des traditionsträchtigen Reitturniers in Babenhausen geben wird, hält sich der RuF offen. Auch diese Möglichkeit wird von den Entwicklungen in der Corona-Krise abhängen.

Die Vereinsjugend des RuF muss in diesem Jahr ebenfalls Abstriche machen. Normalerweise hätte das Jugendteam in den kommenden Wochen mit der Planung des Jugendzeltlagers im August begonnen. Doch auch dieses Event fällt aus. Das viertägige Reitercamp hat für die Vereinsjugend in etwa denselben Stellenwert wie das Reitturnier für die gesamten Vereinsmitglieder. Dementsprechend schwer fiel auch die Entscheidung, das Zeltlager 2020 nicht stattfinden zu lassen.

Auch der Schulbetrieb im RuF bleibt bis auf weiteres geschlossen. Der Verein hofft auf eine Entscheidung der Regierung in den nächsten Wochen, die den Reitbetrieb ganz oder zumindest teilweise wieder ermöglicht. Zurzeit werden die fünf Schulpferde von einem kleinen Kreis aus Mitgliedern unter der Koordination von Ausbilderin Corinna Winter eigenständig bewegt. Jeder Reiter achtet dabei auf die Hygienemaßnahmen sowie die Abstandsregeln. So ist sichergestellt, dass die Pferde in der aktuellen Situation keine Abstriche machen müssen. Eine regelmäßige freie Bewegung auf der Koppel sowie die kontrollierte Bewegung durch Reiten, Longieren oder Fahren müssen auch jetzt weiterhin gewährleistet sein. Denn die Gesunderhaltung der Tiere steht auch in Zeiten von Corona an oberster Stelle.

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