Weiter geht die Vorstellungsrunde mit dem Turnier Nachwuchs - Leni Pfriem

Bereits als kleines Kind stand Leni bei den Pferden vor der Box und wollte das Reiten lernen,
als sie mit ihrer großen Schwester am Reitstall war. Doch es gab eine klare Vorgabe von den
Eltern, berichtet uns Leni: "Wenn du in der dritten Schulklasse immer noch das Interesse
hast, kannst du das Reiten lernen.” Es kommt immer anders, als man denkt. Im Alter von 8
Jahren war es dann endlich soweit, Leni durfte mit einem Privat Pony im Schulpferdebetrieb
das Reiten lernen. Auf dem kleinen Rapp Pony Cash hat Leni ab 2018 vieles lernen können
und als Leni für das Pony zu groß wurde, kam der Quarter Horse Wallach Tom in ihr Leben.
Mit dem Wallach schnupperte Leni ins “Working Equitation", auch Arbeitsreitweise genannt,
eine Reitsportdisziplin, die traditionelle europäische Arbeitsreitweisen mit modernen
Turnierprüfungen verbindet. Sie kombiniert Elemente der klassischen Dressur mit
Trailhindernissen und Rinderarbeit und fördert so die Vielseitigkeit und Harmonie zwischen
Reiter und Pferd.
Leni war zu dieser Zeit noch aktiv im Hundesport und lernte dort Sibel Adanir kennen. Leni
lacht und sagt: "So kam ich nach Babenhausen und durfte die Stute Jeanny reiten." "So kam
ich wieder zur klassischen englischen Reitweise.” Da meine damalige Reitbeteiligung
verkauft wurde, stand ich wieder ohne Pferd da. Mein Vater war Initiator zum Pferdekauf, er
konnte es nicht ertragen, dass ich immer wieder von vorne anfangen musste und ich
jedesmal mit Herzschmerz eine Reitbeteiligung verlor.
Dann ging die Pferdesuche los, und es war gar nicht so einfach. In den Pferdeannoncen
stehen viele Dinge, die dann, wenn man vor Ort ist, gar nicht passen. Nach 10 Probereiten
und viele Kilometer später haben wir beschlossen, die Pferdesuche erst einmal auf Eis zu
legen und ins neue Jahr zu starten. Da war aber noch eine Pferdeanzeige, die meine Mutter
gefunden hatte, nach einem Telefonat und einem Probereiten, das alles andere als
harmonisch war, zog im Januar 2022 die dunkelbraune Stute Loretta, 8-jährig in
Babenhausen im Pferdebetrieb Geißler ein.
Es hat einige Zeit gedauert, bis sich die Stute Loretta, die nur Lou genannt wird, eingelebt
hatte. Lou kam aus einer Offenstallhaltung, aber hier hat Lou sich richtig schwer getan, sich
im Offenstall einzuleben. Sie hat sich einige Verletzungen zugezogen und wir haben viele
Wochen pausieren müssen, wieder langsam mit dem Training angefangen und wieder gab
es eine Verletzung. Lou war sehr umweltorientiert, schreckhaft und hatte Schwierigkeiten,
Ruhe zu finden. Ab dem Zeitpunkt, wo Lou in eine Innenbox mit Fenster gezogen ist, war sie
wie ausgewechselt.
Mit Heike Winter trainiert Leni die Dressur und mit Jenna Klug das Springreiten. Die
Ausdauer und das abwechslungsreiche Training hat sich ausgezahlt. In diesem Jahr wurde
der erste Turnierstart in einer E- Dressur mit einer Wertnote von 8,0 und dem zweiten Platz
belohnt. Bisher haben sich Leni und ihre Lou mit jedem Turnierstart platzieren können.
Mal schauen, vielleicht werde ich in diesem Jahr neben der Dressur auch noch E-Springen
nennen, aber das entscheide ich spontan.
Ich freue mich, mit Lou zusammenzuwachsen, weiter zu lernen und erfahrener zu werden.
Wir sind schon ein gutes Team und es macht einfach Spaß so viel mit Lou zu erleben.
In diesem Jahr wurde Leni zur Landesmeisterin im Turnierhundesport “THS VK3” geehrt.
Wir wünschen Leni und Lou weiterhin einen erfolgreichen gemeinsamen Weg und bedanken
uns für das schöne Gespräch.