Kutschfahrstunden im Reit- und Fahrverein

 

In den letzten Jahren macht der Reit- und Fahrverein seinem Namen immer intensiver alle Ehre. Die aktiven „Kutschfahrer“ im Verein nehmen immer weiter zu und das „Fieber“ hat auch schon auf einige jungeMitglieder übergegriffen. Um diesen Funken weiter zu schüren, hat der RuF, in Zusammenarbeit mit Jörg Richter, seinen Schulbetrieb ausgebaut und bietet auch Fahr-Schul-Stunden an. Schulpferd, Kutsche und Trainer, alles in einem Paket. Ein Projekt, welches bislang in dieser Art einzigartig ist.


Am Sonntag, den 25.04.2021 fand die erste Fahrstunde für die zwei Kutschbegeisterten Mädels, Neele Kaulbarsch und Sibel Adanir statt. Beide durften schon einige Male bei der Sonntagsausfahrt mit der Kuschte mitfahren.So war das ganze kein komplettes Neuland für die Fahrinteressierten Mädchen. Dennoch verlangt das Fahren auf dem Platz, etwas ganz anderes wie draußen im Gelände unterwegs zu sein. Schon beim Fertigmachen von Schulpferd Chula erklärte Jörg den Mädels wie ein Geschirr richtig liegt und wie man es passend auf das Pferd einstellt. Nach dem Chula vor die Kutsche eingespannt und die Leinen fachgerecht aufgenommen wurden, ging es los zur Aufwärmrunde durchs Gelände, bevor die Arbeit auf dem Platz los ging.

Jörg erklärte dem Nachwuchs die verschiedenen Griffe der Leinen und das korrekte Halten der Peitsche. Mit den Anweisungen von dem erfahrenen Kutscher versuchten sie Chula „Vorwärts-Abwärts“ zu fahren. Das bedeutet, dass das Pferd sich mit dem Hals nach vorne unten streckt und von selbst halt am Gebiss sucht. Auch die Biegung und Stellung fiel ihr anfangs auf der linken Seite sehr schwer. Aber man merkte nach ein paar Runden eine deutliche Verbesserung.

Diese Verbesserung war auch noch in der zweiten Fahrstunde am 02.05.2021 zu spüren. Diesmal wusste Chula schon mehr was sie von ihr wollten und sie ließ früher den Hals fallen.„Ich glaube, wenn man sie regelmäßig auf dem Platz fährt und das immer wieder mit ihr erarbeitet, wäre sie ein sehr gutes Kutschpferd.“ So Jörg Richter zu seinen Mädels. Auch den ersten Galopp an der Kutsche durften beide einmal austesten, sowohl im Gelände als auf dem Platz.

Für die dritte Fahrstunde am 09.05.2021 hatte sich Trainer Jörg Richter etwas ganz Besonderes überlegt. Er hatte den beiden Fahrerinnen einen Parcours mit Kegeln aufgebaut. Ziel in einem Kegelparcours ist es, durch alle Hindernisse fehlerfrei in einer bestimmten Zeit zu Fahren. Auf den sogenannten Kegeln liegen kleine Bälle. Fällt ein Ball, ist es ein Fehler.

Er erklärte zuerst, wie man ein Hindernis richtig anfährt. Ziemlich schnell stellten Neele und Sibel fest, dassdas gar nicht so leicht ist, wie es aussieht. Die Stunden vorher hatten beide immer wieder geübt mit Peitsche zu fahren und diese richtig einzusetzen. Das war für beide noch sehr ungewohnt. Aber spätestens als es an den Parcours ging, brauchte man eine Peitsche, um das Pferd vor dem Hindernis gerade zu richten.

Die vorerst letzte Kutschfahrstunde für die beiden fand am 16.05.2021 statt. Hier wurde nochmal verstärkt an den Basics in der Bahn geübt wie Anhalten, vorwärts Traben und wieder zurücknehmen, Leinen aus der Hand kauen lassen und natürlich auch Bahnfiguren fahren. Zum Abschluss durften die beiden noch eine Prüfungsaufgabe der Klasse A fahren. „Man hat einen sehr großen Unterschied zu der ersten Fahrstunde bis heute gemerkt.“ Sagt Sibel Adanir. „So langsam habe ich mich auch mit der Peitsche angefreundet“ ergänzt Neele Kaulbarsch.
Auch Jörg Richter berichtete Stolz: „Alle drei Mädels haben das sehr gut gemacht und eine Menge gelernt.“

CSC

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